Argumente gegen oder für ein Business Weblog

Posted on January 3, 2005
Filed Under | 11 Comments

Und gehen wir gleich in medias res: Warum, wozu, weshalb, wieso, warum… könnten oder könnten doch nicht Blogs im Geschäftsleben nützlich sein. Dazu der Link zu einem langen Forumbeitrag auf OpenBC >>. Für Frühaufsteher ebenso geeignet wie auch Bedenkenträger.

Auszüge:

Man stelle sich vor, eines der großen deutschen Unternehmen würde sich initiativ diesem Thema annehmen – ein bloggender Jürgen Schremp oder Wendelin Wiedeking lieferten Steilvorlagen für jede Form der Pressearbeit, keine Frage.

erstmal nicht – wir haben im April mit dem amerikanischen Googleblog begonnen (http://www.google.com/googleblog/ ) und bereits jede Menge positiver Erfahrungen gesammelt. Das Feedback ist gewaltig und durchweg positiv. Neben Einträgen der beiden Google Gründer, Larry & Sergey, finden sich dort auch eine Menge Einträge von Google Mitarbeitern – vom Koch bis zum Produktmanager :-)

Für ein normales, nicht so internet-affines Unternehmen habe ich es hier im Lübecker Umkreis mal ein wenig ausgetestet. Es wären diverse Firmen dabei, die inhaltlich ein nettes Businessblog hinlegen könnten – aber es scheitert an der dafür notwendigen Zeit, den nicht einfach genug nutzbaren Tools und dann doch wieder an dem nicht direkt berechenbaren Nutzen solcher Blogs.

es gibt aber viele gute gründe, die unternehmen bislang (meist) davon abhalten, dieses medium zu nutzen:
0. zeit (aufwand)
1. relation aufwand/ertrag
2. notwendige offenheit
3. kompatibilität mit unternehmenskultur/CI

so interessant ich auch die vielen privaten und halb-privaten Blogs finde, so wenig glaube ich, dass das organisatorische Verstaendnis deutscher Unternehmen eine solche Aktivität zu laesst

Vorsicht vor Pauschalisierungen. Genausowenig wie es “den Blogger” gibt, gibt es das typische Corporate Blog. Blogging öffnet lediglich eine Kommunikationsmöglichkeit, die der Betreiber des Blogs als Sender nutzen kann. Hat er nichst interessantes zu sagen oder versteht er nicht, eine für sein Untenehmen relevante Leserschaft zu binden, so wird sein Blog wohl nicht von Erfolg gekrönt.

Das läuft doch mit derlei Innovationen immer nach dem selben Muster ab. Die Early Adopters sind am Anfang immer die Spinner & Exoten die sich rechtfertigen und ihre Argumente darlegen müssen, schlimmstenfalls werden sie sogar regelrecht gemobbt. Dabei müsste es genau umgekehrt sein!. Man erinnere sich nur mal daran, was der deutsche Mainstream noch Ender der 90er über Handynutzer wusste: ‘Wichtigtuer’, ‘Angeber’, ‘Brauchst Du das geschäftlich?’ usw. Bei Inernet und E-Mail war es auch nicht viel anders (‘Zu langsam’, ‘Brauch ich nicht’). Das sind genau die Leute, die einem heute ganz stolz ihre neuen Geräte und Entdeckungen im Netz zeigen, als so ob sie nie eine andere Haltung vertreten haben.

Das Unternehmen, das verstanden hat, dass es durch vertrauensvolle Beziehung, gelebte Partnerschaft und Glaubwürdigkeit seinen Kunden gegenüber viel weniger Kraft braucht, sich am Markt zu behaupten, dauerhaft erfolgreich zu sein, sich Vertrauen zu erwerben und “gemocht” zu werden und daher ernsthaft in Erwägung zieht, seine Kunden und potenziellen Kunden über den Moment der Transaktion hinaus im Fokus zu behalten, wird eine echte Zweiwegekommunikation nicht nur mit Leichtigkeit zulassen, sondern bewußt suchen, um dabei auch möglichst viel zu lernen. Die Frage “Was bringt mir das?” ist aus dieser Haltung heraus überflüssig.

Wenn ein Thema wie z.B. “Business-Bloggen – ja oder nein?” zwischen Vertretern der 1.und der 2. Variation diskutiert wird, ist m.E. eine Verständigung schwierig bis unmöglich. Immer wird man aus der eingeengten eigenen Perspektive heraus Gründe finden, warum das Argument der Gegenseite nicht greifen kann. Mit Bloggen oder Nicht-Bloggen scheint mir das allerdings nicht viel zu tun zu haben, sondern eben mit diesen viel grundsätzlicheren Unterschieden in der Weltsicht – womit wir wieder bei Cluetrain ja oder nein wären.

Erstaunlich, welche verschiedenen Meinungen man zum Sinn oder Unsinn von Business Weblogs haben kann, oder?

Comments

11 Responses to “Argumente gegen oder für ein Business Weblog”

  1. Siegfried on January 3rd, 2005 21:35

    Ich denke nicht, dass es erstaunlich ist, sondern eher davon zeugt, dass im Augenblick hier in D noch nicht richtig einen Plan hat, was daraus werden kann und wie gross der Aufwand ist. Zudem haben wir Deutschen irgendwie immer ein wenig Bammel vor neuen Sachen ;-)
    Es gibt ja wohl bisher _sehr_ wenige, die tatsächlich fürs Business Bloggen.

  2. Siegfried on January 3rd, 2005 21:35

    Impressum fehlt noch auf dem blogbiz.de ….

  3. Robert Basic on January 3rd, 2005 21:35

    erstaunlich und zugleich höchst spannend.

  4. Robert Basic on January 3rd, 2005 21:36

    @yeap, Impressum … hechel… :-))

  5. Siegfried on January 3rd, 2005 21:37

    Hallo Robert, ja find ich auch. Bin mal gespannt was uns hier noch alles erwartet ;-)

  6. Robert Basic on January 3rd, 2005 21:39

    das wüsste ich gerne :-))

  7. Stephan on January 3rd, 2005 22:21

    Kurze Sätze?

  8. Stephan on January 3rd, 2005 22:22

    Oder?

  9. Seong on January 3rd, 2005 22:25

    Ja. Kurz.

  10. Robert Basic on January 3rd, 2005 22:43

    anscheinend

  11. Seong on January 4th, 2005 02:49

    Doch.

  • About

    This is an area on your website where you can add text. This will serve as an informative location on your website, where you can talk about your site.

  • Werbung