Blogger und kooperative Wertschöpfung

Posted on January 5, 2005
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isotopp:

Es geht im Grunde genommen um die Definition der Begriffe der “kooperativen Wertschöpfung” und “kompetetiven Wertschöpfung”, die ich verwenden möchte, um den Bereich freie Software, Open Source, Creative Commons, Free Documentation License und dergleichen mehr von dem Bereich der kommerziellen Verwertung von Software, Texten, Musik, Filmen und anderem Intellectual Property abzugrenzen.

Wir haben hier inzwischen zwei getrennte Universen, die sich gegenüber stehen und die unterschiedliche Kulturen, Regeln und Bezugssysteme haben. Solange man sich im kooperativen Universum bewegt, spielen Lizenzen im Grunde eine untergeordnete Rolle. Ich gebe Content, Du gibst Code, hier mein Wikipedia-Artikel, da meine Anrufbeantwortersprüche, und da drüben dann meine Band als Podcast. Kein Problem, denn die Leute arbeiten miteinander, bauen aufeinander auf und referenzieren ihre Quellen mehr oder weniger fleißig korrekt.

Lizenzen dienen hier in erster Linie zur Abgrenzung vom kompetitiven Universum, also zur Freund-Feind-Erkennung und als Schutz vor diesem, also zum draußen halten von Feinden. Innerhalb des kooperativen Universums dienen sie mehr als philosphische Definitionshilfen: Durch die Wahl einer Lizenz definiert der Urheber seine ideologische Position innerhalb der kooperativen Wolke, indem er mit Hilfe der Lizenz für sich die Lage der Grenzlinie zwischen kooperativer und kompetetiver Welt definiert.

Ich denke, wer dieser Defintion folgen kann, wird auch verstehen, wie Blogs funktionieren. Zumindestens aus einer Betrachtungsperpektive heraus. Aus welcher? Aus der Perspektive der Art von Business Blogging, wenn es darum geht, ein Geschäftsmodell mit Blogging aufzubauen.

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