FAZ über Weblogs und Medien
Posted on January 20, 2006
Filed Under | Comments Off
die FAZ fasst die Ergebnisse der Medienmittwoch Veranstaltung vom Januar 06 zusammen. Dort ging es um das Thema Weblogs und Medien.
Der Aufschwung der Blogs könnte sogar zu einer Gefahr für die klassischen Medien werden, da dieser Mikrojournalismus einen Teil der Aufmerksamkeit der Nutzer abziehe, ohne aber selbst daraus Kapital schlagen zu können. “Es wird keinen wirtschaftlichen Gewinner geben, aber einen Verlierer – die klassischen Medien”, sagte Don Alphonso, ein Blogger der ersten Stunde, während einer Diskussionsveranstaltung in Frankfurt. Wenn die etwa 200.000 Blogger in Deutschland nur jeweils etwa zehn Leser hätten, gingen den klassischen Medien viel Aufmerksamkeit verloren.
Die Verlage schlafen nicht, sie versuchen sich langsam an Blogkonzepte heranzutasten, so auch Burda:
Viele Verlage wollen daher mit eigenen Blogs einen Teil dieser verlorengegangenen Aufmerksamkeit zurückholen, suchen aber noch nach dem richtigen Konzept. “Burda setzt auf redaktionsnahe Blogs”, sagte Burda-Manager Marcel Reichart in Frankfurt.
Doch insgesamt ist das Umfeld der Blogs für Unternehmen recht schwierig:
Blogs werden die Öffentlichkeitsarbeit der Unternehmen beeinflussen. “Was in der Blogosphäre über ein Unternehmen geschrieben wird, ist kaum zu steuern”, sagte Reichart. Die Kommunikationsverantwortlichen müßten sich dem Problem stellen. “Den Unternehmen gleitet die Kontrolle über ihre PR aus der Hand”, meinte auch Stefan Keuchel von Google
Wer meint, daß dies schwierig sei, scheitert an seiner eigenen Risikoaversion und dem mangelnden Mut, sich der Blogosphäre über eigene Weblogs auf gleicher Augenhöhe zu stellen, um das Gespräch anzubieten.